Unfallversicherung: Obligatorisch bei erwachsenen Kinderbetreuern

Unfallversicherung: Obligatorisch bei erwachsenen Kinderbetreuern

Obligatorisch für alle! Eine Unfallversicherung deckt alle Unfälle ab, die Ihrer Kinderbetreuerin während der Ausübung Ihrer Tätigkeit sowie auf dem Arbeitsweg zustossen können. Mit der Unfallversicherung stellen Sie sicher, dass alle in Ihrem Haushalt beschäftigten Personen optimal abgesichert sind.

Achtung: Es reicht nicht, wenn Ihre Kinderbetreuung über Ihre Krankenkasse gegen Unfall versichert ist. Da ein Arbeitsverhältnis besteht, sind Sie als Arbeitgeber verpflichtet, eine obligatorische Unfallversicherung abzuschliessen.

Wenn Ihr Babysitter oder Ihre Nanny in diesem Jahr 18-jährig wird oder es bereits ist, dann ist die Unfallversicherung zwingend vorgeschrieben. Nur die sogenannten Sackgeldjobs (bis 25 Jahre und CHF 750 pro Jahr) sind von der Versicherungspflicht ausgenommen. Tagesmütter, welche Ihr Kind bei sich betreuen, und selbständig gemeldete Kinderbetreuerinnen müssen ebenfalls nicht versichert werden. Letzteres ist aber eine absolute Ausnahme.

Weniger als 8 Stunden Betreuung pro Woche

Arbeitet Ihre erwachsene Babysitterin oder Nanny weniger als 8 Stunden pro Woche, ist nur eine einfache Unfallversicherung nötig. Die Versicherung können Sie bei allen grösseren Versicherungsunternehmen abschliessen. Sie kostet CHF 100.- pro Jahr und deckt auch andere kleine Beschäftigungen in Ihrem Haushalt ab (zum Beispiel eine Haushaltshilfe). Die Prämie muss vom Arbeitgeber bezahlt werden.

Mehr als 8 Stunden Betreuung pro Woche

Bei einem Arbeitspensum von acht Stunden pro Woche oder mehr muss eine Versicherung abgeschlossen werden, die sowohl Berufsunfälle als auch Nichtberufsunfälle abdeckt (NBU). Die Prämie für die Nichtberufsunfallversicherung ist grundsätzlich von Arbeitnehmer zu tragen. Oft beteiligt sich der Arbeitgeber aber zu 50% an den Kosten oder übernimmt diese ganz.

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